Richard Wagner

Richard Wagner
Richard Wagner
Epoche: 
Romantik
Geburtstag: 
Samstag, 22 Mai, 1813
Todestag †: 
Dienstag, 13 Februar, 1883
Portrait: 

22.5.1813 Leipzig - 13.2.1883 Venedig

Richard Wagner gilt als einer der renommiertesten Komponisten der Musikgeschichte. Geboren wurde Richard Wagner am 22. Mai 1813 in Leipzig als Sohn eines Polizeiaktuarius und einer Bäckerstochter. Seine Kindheit war geprägt vom Verlust seines Vaters sowie seines Stiefvaters. In der Jugendzeit beschäftigte sich Richard Wagner zunehmend mit der Musik. Im Alter von 16 Jahren wohnte er erstmalig Beethovens Oper Fidelio in Leipzig bei, was seine Liebe zur Musik nur weiter verstärkte.

Das Ich-süchtige Genie Wagner - er schreckte nicht davor zurück, sich selbst so zu nennen - wurde und wird heiß geliebt und gehasst. Nahezu alle seine Werke überdauerten die Zeit und sind heute noch bekannt. Kritisch diskutiert ist allerdings die Rezeptionsgeschichte und die künstlerische Aneignung des Schaffens dieses komponierenden Dichters. Seine Idee, die fast zu einem Wahn wurde, integrale Gesamtkunstwerke für die Bühne zu schaffen und die Kreationen, die dem Willen folgten, das Musiktheater hin zu einem Deutschen Nationaltheater zu revolutionieren, und Ausstattungen, die vom Zeitgeschmack geprägt waren, geben viel Raum für künstlerische und gesellschaftliche Interpretation. Eben auch Deutungen die Wagner und seiner Zeit nicht gerecht wurden. Adolf Hitler sah in Wagner den großen deutschen Dichter und Komponisten und verehrte das Romantische und das National-Volkstümliche in dessen Werken.

Neben der deutschen Sage, erschloss, der in Leipzig geborene Komponist, die griechische Tragödie für die Opern, die mit einem neuen romantischen Realismus zum Mittel der Einwirkung und der Bezauberung werden sollten. Ganz neue Kraft kam auch aus der Instrumentation, die an formbildender Kraft gewann.

Von 1831 an studierte er Musik an der Universität in Leipzig. Bereits im folgenden Jahr komponierte er sein erstes Werk "Klaviersonate in B-Dur", welches später vom Verlag Breitkopf & Härtel gedruckt und verlegt wurde.

Ebenfalls in Leipzig führte er seine Konzertouvertüre in d-Moll im Jahr 1832 auf.

"Die Hochzeit" sollte der Titel seiner ersten Oper werden, zu der Richard Wagner von E.T.A. Hoffmanns Werk "Ritterzeit und Ritterwesen" inspiriert wurde.

1833 erhielt er ein Engagement als Chordirektor des Würzburger Theaters.

Während er diesen Posten inne hielt, komponierte er mit "Die Feen" eine weitere Oper. Beeindruckt von der literarischen Bewegung des Vormärz verfasste er für die "Zeitung für die elegante Welt" ein Essay mit dem Titel "Die Deutsche Oper".

Über Stationen in Magdeburg und Berlin kam er nach Riga, wo er 1837 tätig war. Da er in den letzten Jahren stets über seine Verhältnisse gelebt hatte, konnte er in Riga erstmals Ruhe vor seinen deutschen Gläubigern finden.

Das Leben und Schaffen Richard Wagners gleicht einem Roman. Stets schwankte er zwischen Armut und Reichtum, Verehrung und Ablehnung. Nach dem Besuch der Kreuzschule in Dresden - die Familie war wegen eines Engagements von Wagners Stiefvater Ludwig Geyer von Leipzig nach Dresden gegangen - und der Nicolai- und Thomasschule in Leipzig, wurde Wagner Korrepetitor in Würzburg. Sein musikalisches Wissen hatte er zuvor bei Thomaskantor Theodor Weinlig geschult. Berührungspunkte zum Theater gab es durch den Beruf des Vaters, der Schauspieler, Maler und Dichter war, früh. So entstand schon in Würzburg das erste Bühnenwerk, die Märchenoper "Die Feen". Das zweite Werk schrieb er in Magdeburg, wo Wagner als Kapellmeister am Stadttheater tätig war. Die Oper "Rienzi" schrieb er in Paris und Riga. Zum großen Erfolg wurde das Stück des gerade erst 29-jährigen schließlich in Dresden. Nach der dauerhaften Verpflichtung an der Dresdner Hofoper, konnte sich Wagner endlich wieder seinem Reformwerk widmen. Die Idee der völligen Umgestaltung des Musiktheaters gärte schon lange. Genau wie der Wunsch nach einer neuen, alles bisher Da gewesene übertreffenden Festspielstätte. Natürlich stießen seine Pläne einer großen, einigen Deutschen Nationaloper auf Widerstand. Nicht nur unter Verfolgung dieses Ziels schloss er sich der revolutionären Bewegung von 1848/49 an und trat öffentlich in Erscheinung.

Als er 1848 gezwungen war, in die Schweiz zu fliehen, waren der "Der Fliegende Holländer" (1841), "Tannhäuser" (1845) und "Lohengrin" (1848) bereits fertig. Dennoch blieb der Kampf zwischen seiner kreativen Arbeit und dem Verdienen des Lebensunterhalts. In den zehn Jahren des Züricher Exils brachte Wagner "Das Kunstwerk der Zukunft", "Die Kunst und die Revolution" und "Oper und Drama" heraus. Drei Schriften, die sich theoretisch mit der Kunst und ihrer sozialen Rolle auseinandersetzten. Nach der politischen Rehabilitation verließ er die Schweiz Richtung Frankreich, wo er den Skandal um seinen "Tannhäuser" miterleben musste. Tatsächlich echauffierten sich die hiesigen Ballettliebhaber über Wagners Verstoß, ein Ballett bereits im ersten Akt zu verwenden, wo doch die Pariser Aufführungstradition Ballett erst ab dem zweiten Akt duldete.

Wagner, inzwischen hochverschuldet, begann eine rastlose Wanderschaft bis ihn endlich ein Ruf des noch sehr jungen Ludwig II. erreichte. Das Mäzenatentum des bayerischen Königs sorgte fortan für Wagners Auskommen. Am 22.5.1872 konnte der Komponist in Bayreuth den Grundstein für ein Opernhaus legen, was nach seinen Vorstellungen einzig den Aufführungen des monumentalen "Ring" entsprach. Das Bühnenweihstück "Parsifal" war sein letztes Meisterwerk, bevor er in Venedig an einem Herzleiden starb.

Die in seinen späteren Jahren komponierten Werke "Der Ring der Nibelungen", "Tristan und Isolde" sowie "Lohengrin", gelten allesamt bis heute absolut unsterbliche Werke der klassischen Musik.

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